Schiedsrichter kehrt von Deutschen Meisterschaften zurück

Valentin Flöter, war als Schiedsrichter bei den Deutschen Meisterschaften 2018 in Bielefeld dabei gewesen. Bereits zum vierten Mal wurde er nominiert. Nun berichtet er von seinen Erlebnissen auf und neben dem Spielfeld:

„Bereits zum 19. Mal wurden die Deutschen Meisterschaften in Bielefeld ausgetragen. Es gehört schon langsam zur Tradition einmal im Jahr nach Bielefeld zu fahren. Es ist immer ein tolles Gefühl wenn man am ersten Tag noch die fast leere Halle betritt und begreift, dass nach diesen vier Tagen die neuen Deutschen Meister feststehen. Morgens um halb 9 beginnt für die Schiedsrichter die Arbeit mit dem sogenannten „Briefing“. Bei dieser ersten Einsatzbesprechung sieht man alte vetraute Gesichter und macht auch neue Bekanntschaften. Insgesamt waren wir 18 Schiedsrichter und 2 Referees aus ganz Deutschland. Nach dieser Besprechung geht es in die Halle bis das Turnier offiziell um 10 Uhr beginnt. An den ersten zwei Tagen werden alle Runden bis einschließlich Viertelfinale ausgetragen. Während dieser Phasen durchläuft man als Technischer Offizieller das Rotationssystem. Man beginnt seine Tätigkeit als Schiedsrichter bzw. Aufschlagrichter und wechselt immer zwischen diesen beiden Tätigkeiten hin und her. Als Schiedsrichter überwacht und leitet man das Spiel, angefangen von der Begrüßung der Spieler bis hin zum Verlassen des Spielfeldes nach der erfolgten Absage des Spiels, ausgenommen der Beurteilung des Aufschlages. Hierfür ist ein seperater Aufschlagrichter zuständig, diese Aufgabe wird von einem zweitem Schiedsrichter übernommen, da es eine ganze Liste von Aufschlagfehlern gibt, die ein Schiedsrichter allein gar nicht alle bewältigen kann. An den beiden ersten Tagen ging das Turnier bis circa 21:30 Uhr. Ein ganz schön langer Arbeitstag mit 13 Stunden. Samstag und Sonntag sah hingegen entspannter aus, da es nur noch 15 Spiele (10 Halbfinals und 5 Finals) waren. Diese wurden zum ersten Mal auf dem Centrecourt, dem sogenannten „Bielefelder Kessel“ ausgetragen. Auch ich bekam die Leitung eines Spiels in der Endrunde. Es ist ein komisches Gefühl, wenn man begreift, dass jeder Zuschauer dir zuschaut und du über jeden Lautsprecher in der Halle zu hören bist. Nachdem das Spiel zu Ende war, war ich noch weiter als Linienrichter tätig. Der Letzte Tag endete gegen 17:00 Uhr für mich. Alles in Allem war es eine schöne neue Erfahrung gewesen. Besonders interessant finde ich immer den Austausch mit den Kollegen über Regelkunde und deren Erlebnisse. Ich freue mich schon auf das nächste Turnier, wo auch immer das sein wird.“

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